Oft gestellte Fragen – FAQ's

FAQ

Ja, als gemeinnützige GmbH (gGmbH) verfolgen wir ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke. Das sind vor allem die Förderung des Umweltschutzes, Völkerverständigung und die Entwicklungshilfe. Darüber hinaus ist unsere Gesellschaft selbstlos tätig und die Mittel der Gesellschaft dürfen nur für die satzungsmäßigen Zwecke verwendet werden. Insofern dürfen zum Beispiel auch keine Gewinne an die Gesellschafter ausgezahlt werden.

Wir haben uns verpflichtet, mindestens 75% unserer Spenden an die Projekte weiterzugeben. Weitere 15% der Spenden nutzen wir, um auch andere Menschen zu einem klimapositiveren Leben zu inspirieren. Nur 10% behalten wir für unser Team, die Miete und Kosten wie zum Beispiel für unsere Website. ‍

Da wir gerade erst gestartet sind, können wir noch keine Zahlen offenlegen, werden dies aber Mitte nächsten Jahres selbstverständlich tun, denn wir haben beim besten Willen nichts zu verbergen. 

Es ist zumindest ein Anfang. Eine aktuelle Studie der ETH Zürich hat ergeben, dass „die Wiederherstellung von Wäldern die derzeit beste Lösung für den Klimawandel ist.“ Allerdings sagt der Mitautor der Studie, Thomas Crowther, Professor für Globale Ökosystemökologie: „Wir müssen schnell handeln, da es Jahrzehnte dauert, bis neue Wälder ihr volles Potenzial als Quelle für die Speicherung von natürlichem Kohlenstoff entfalten.“ Deswegen stützt sich unser Vorhaben auf eine zweite Säule: die CO2-Kompensation(siehe unten). Die dritte und wichtigste Säule von Planted ist allerdings die Schaffung größerer Aufmerksamkeit für das Thema. Wir möchten so viele Menschen wie möglich erreichen und der Community zeigen, wie in erster Linie CO₂ EINGESPART werden kann. Denn darin liegt der Ursprung des Problems und wir, jeder einzelne von uns, muss dort ansetzen. Erst danach kommen wir mit der Kompensation ins Spiel.

Da können wir dir eine Reihe von Sicherheiten geben: ‍

1. Erstens müssen wir das machen, weil wir eine gemeinnützige Organisation sind. Wenn wir die Spenden nicht für unsere Zwecke einsetzen würden, dann würde der Staat uns diesen Status aberkennen und wir müssten für alle steuerfreien Einnahmen privat aufkommen. ‍

2. Wir werden regelmäßig die Transaktionen für die Käufe unserer Setzlinge und für unsere CO₂-Zertifikate hochladen (sobald wir etwas weiter sind). ‍

3. Wir werden quartalsweise unsere kompletten Zahlen offenlegen. ‍

4. Alles andere wäre kein nachhaltiges Wirtschaften.

Ja, als gemeinnützige Organisation sind wir berechtigt, Spendenquittungen auszustellen.

Bei einem Spendenbetrag unter 300 € pro Jahr reicht dem Finanzamt dein Kontoauszug. Darüber stellen wir gerne eine Spendenquittung aus.

Laut dem Schnelltest des Bundesumweltamts verbraucht man bereits knapp sechs Tonnen CO₂ pro Jahr, wenn man in einer perfekt isolierten 10m² Wohnung lebt, Ökostrom bezieht, kein Auto hat, überhaupt nicht reist und sich vegan ernährt. ‍

Wir rechnen bei unseren Pakete mit einem durchschnittlichen CO₂-Fußabdruck in Deutschland von jährlich 11,17 Tonnen pro Person. Selbst wenn du darunter liegen solltest, wärst du mit dem Kauf des kleinsten Paketes umso klimapositiver! Wenn du darüber liegen solltest, sei so solidarisch und wähle eines der umfassenderen Pakete.

Wir haben verschiedene Angebote für Firmenkunden. Hier geht's zu unserer Seite für Geschäftskunden. 
Vorweg möchten wir zwei Dinge sagen: Erstens handelt es sich hier nur um ungefähre Angaben und zweitens solltest du in erster Linie immer versuchen, einen Flug zu vermeiden und etwa die Bahn zu nehmen. Paket: Gardener[UCN1]  Ausgleich von 3 Kurzstrecken- oder 1 Mittelstrecken-Rückflug [UCN2] pro Jahr & ein moderater Lebensstil. Paket: Planter[UCN3]  5 Kurzstrecken-Rückflüge [UCN4] pro Jahr oder 3 Mittelstrecken-Rückflüge pro Jahr oder 2 Langstrecken-Rückflüge pro Jahr & ein mäßig bis exzessiver Lebensstil*. Paket: Forester[UCN5]  14 Kurzstrecken-Rückflüge pro Jahr oder 9 Mittelstrecken-Rückflüge pro Jahr oder 4 Langstrecken-Rückflüge pro Jahr & ein exzessiver Lebensstil*. * Häufiges Reisen mit dem Flugzeug deutet darauf hin, dass man ein kohlenstoffintensives Leben führt. Zum Beispiel haben Restaurants, Hotels oder das verfügbare Einkommen tendenziell einen großen Einfluss auf den eigenen Fußabdruck. Bitte unternimm alle Anstrengungen, um deine Flugreisen zu reduzieren und auf einen kohlenstoffarmen Lebensstil hinzuarbeiten.  [UCN1]intern verlinken Fenster sollte sich in neuem Tab öffnen  [UCN2]Rückflug? Und der Hinflug?  [UCN3]intern verlinken Fenster sollte sich in neuem Tab öffnen  [UCN4]Und der Hinflug?  [UCN5]intern verlinken Fenster sollte sich in neuem Tab öffnen

Sehr gerne würden wir dich als Klimaschützer*in an Bord behalten. Aber manchmal trennen sich die Wege.

Sende uns dafür eine E-Mail mit deinem Namen, deinem Paket und der Bitte zur Aufhebung der Unterstützung. Du kannst jederzeit kündigen.

Wenn du uns über Paypal unterstützt, kannst du auch direkt in deinem Paypal Konto das Abo stornieren.

Um uns zu verbessern und künftigen Klimaschützer*innen ein besseres Angebot machen zu können, würden wir uns über eine kurze Angabe deines Kündigungsgrundes freuen. Vielen Dank für deine Taten!

Wir unterstützen den extrem geschädigten Wald in Deutschland mit Bäumen, die an den Standort perfekt angepasst sind, um den stabilsten Wald für die Zukunft zu pflanzen. Siehe auch unsere Antwort zu der Frage: „Ist das die Lösung für den Klimawandel?“.

Nein! Dazu wachsen Bäume einfach viel zu langsam. Zudem können wir nicht garantieren, dass alle gepflanzten Bäume wirklich überleben. Denn es gibt zu viele unvorhersehbare und unkontrollierbare Einflüsse wie zum Beispiel Austrocknung, Stürme, Überschwemmungen, Erdbeben, Waldbrände oder Bedrohungen wie den Borkenkäfer.

Unsere Baumpflanzungen sind rein additiv zu sehen. Das CO₂, das durch unsere Bäume in Zukunft gebunden wird, fließt nicht in die Ökobilanz-Rechnung der zwölf Tonnen ein. Aber wenn unsere Bäume die nächsten Jahrzehnte kräftig und robust wachsen, seid ihr noch klimapositiver!

Durch die Photosynthese. Die Blätter nehmen CO₂ aus der Atmosphäre auf und verwandeln es in Zucker und Sauerstoff. Das C (Kohlenstoff) wird im Zucker gebunden und das O₂ (Sauerstoff) wird an die Atmosphäre abgegeben. Der Baum atmet sozusagen andersherum als wir. Den Zucker nutzt der Baum zum Überleben, unter anderem für die Wurzeln und die Cellulose/Holzmasse. Alle C-Teilchen, die während des Wachstums im Holz eingebaut werden, sind also ursprünglich aus dem CO₂ der Atmosphäre entnommen worden. Bäume speichern somit CO₂ und erzeugen eine klimapositive Bilanz. ‍

Als Faustregel gilt: Eine Tonne Holz speichert ungefähr eine Tonne CO₂. Wie das geht? Holz besteht zu einem Drittel aus Kohlenstoff (C), womit in einer Tonne Holz ca. 333 kg C stecken. In Verbindung mit O₂ entsteht CO₂, was das Dreifache – also eine Tonne – wiegt. ‍

Ist der Baum nach 80 bis 200 Jahren ausgewachsen, ist er nicht mehr klimapositiv, sondern nur noch klimaneutral. Da kein Holzwachstum mehr stattfindet, wird kein zusätzliches C eingelagert. Ab dann setzt der Baum durch seinen Verbrauch an Zucker genauso viel CO₂ frei wie er aufnimmt, weil er keine neue Holzmasse mehr bildet. Um dem Klimawandel entgegenzuwirken, müssen also möglichst viele Bäume im Wachstumsprozess gehalten werden.

Wir pflanzen verschiedene Bäume. Das ist abhängig davon, welche Bäume in den ausgewählten Gebieten am besten wachsen. Unser Forstwirt Jan Borchert weiß, welche Bäume optimal für den jeweiligen Standort geeignet sind. In Deutschland gilt auf den meisten Flächen, dass der Mischwald stabiler als ein Reinbestand ist. Reinbestände sind besonders anfällig für Hitze, Wind, Trockenheit und Insekten. Daher werden Wälder in Deutschland bereits seit vielen Jahren als Mischwälder umgebaut. Jan folgt dieser Überzeugung und plant für uns ebenfalls Mischwälder. ‍ Mischwald bedeutet in der Regel, eine Hauptbaumart zu pflanzen, die an diesem Standort besonders gut wächst. Ergänzend werden andere Sorten gepflanzt oder man setzt auf natürliche Verjüngung, was noch besser ist. Was ist natürliche Verjüngung? Bei der natürlichen Verjüngung werden die Hauptbäume etwas weiter auseinander gepflanzt. Über die Jahre wachsen dazwischen andere Baumsorten, deren Samen etwa durch Vögel in den Wald getragen wurden. So entstehen gesunde Mischwälder, in denen sich unterschiedliche Insekten, Amphibien, Säugetiere und Vögel ansiedeln.   Eine Baumsorte eignet sich übrigens besonders gut als Hauptbaumart: die Eiche. Sie wurzelt sehr tief und kommt deswegen auch an tiefer gelegenes Wasser. Außerdem brauchen Eichen bis zu 200 Jahre, bis sie ausgewachsen sind und binden daher über einen besonders langen Zeitraum CO₂. Wir haben bisher auf der Hohen Wurzel im Taunus [UCN1] eine Fläche, auf der einst Fichten standen, mit Erlen als Hauptbaumart bepflanzt. Zusätzlich wachsen dort nun Buchen, Birken und Fichten aus natürlicher Verjüngung [UCN2] und bilden den gewünschten Mischwald. Da es ein sehr feuchter Standort ist, kann die Erle dort besonders gut wachsen. ‍ Wieso aber nicht der Natur komplett freien Lauf lassen? Ursprünglich war die Erle an diesem Standort die heimische Baumart, bis die Menschen sie nach dem Zweiten Weltkrieg durch Fichten ersetzt haben. Würden sie also nicht auch ohne unsere Hilfe, quasi automatisch, zurückkommen? Nein. Es ist für eine vollständig verdrängte Baumart nicht möglich, wieder zu ihrem Standort zurückzukehren. Deswegen haben wir dies in enger Abstimmung mit HessenForst korrigiert und die natürlichen Verhältnisse wiederhergestellt. Sind Förster überhaupt notwendig? Auch hinsichtlich der Bäume gilt „the survival of the fittest“. In Deutschland ist „the fittest“ die Buche. Sie wächst schnell, toleriert Schatten und hat wenig Ansprüche an den Boden. Dadurch verdrängt sie viele schwächere Baumarten wie Eiche, Ahorn und Kastanien. Deswegen kümmern sich Förster um die schwächeren Baumarten, begünstigen und pflegen sie. Für einen möglichst stabilen und nachhaltigen Mischwald ist der Eingriff des Menschen also notwendig. Die gängigsten Baumarten in Deutschland sind die Eiche, die Buche und bisher auch die Fichte (bevor sie vom Borkenkäfer in den trockenen Jahren 2018/19/20 zerstört wurde).  [UCN1]intern verlinken Fenster sollte sich in neuem Tab öffnen  [UCN2]internen Link nach oben, wo erklärt wird, wa snatürliche Verjüngung ist. Dabei sollte sich neuer Tab öffnen

Wir haben einen eigenen Förster an Board, unter dessen Anleitung wir die ersten 100 Bäume selbst gepflanzt haben. In Zukunft werden die Bäume in größerer Zahl professionelle Forstmitarbeiter*innen und Baumschulen pflanzen. Dazu haben wir einen Sponsoringvertrag mit HessenForst geschlossen.

Darüber hinaus werden wir unseren Spender*innen künftig die Gelegenheit zur Baumpflanzung bieten und weiterhin selbst fleißig Hand anlegen. Teilnehmen können zum Beispiel auch ganze Belegschaften engagierter Unternehmen.

Damit unsere Bäume behütet aufwachsen, besuchen wir unsere Projekte mehrmals im Jahr und tauschen uns regelmäßig mit unseren Partnern beim HessenForst aus.

Wir schützen unsere Setzlinge mit einem Verbissschutz, damit sie nicht von Rehen, Hirschen oder Häschen angeknabbert werden. Zudem pflanzen wir die Bäume bewusst mit bis zu vier Metern Abstand zueinander, so dass Platz zum Wachsen garantiert ist.  

In der herkömmlichen Forstwirtschaft werden Bäume dicht beieinander gepflanzt, damit sie sich gegenseitig nach oben treiben. Ziel sind große, lange Stämme mit wenigen Ästen. Bäume, die nicht so gut wachsen, werden nach und nach durchforstet, also gefällt. Es bleiben nur die gut wachsenden stehen, die immer größer und dicker werden.  

Bei unseren Pflanzungen haben wir in Absprache mit dem Forstamt von Anfang an den Abstand so groß gewählt, dass alle gepflanzten Bäume stehen bleiben können. Dies ist eine Maßnahme, die nicht der Holzgewinnung, sondern ausschließlich dem Naturschutz dient. Und sie soll dabei helfen, den Klimawandel aufzuhalten. ‍

Der Trend in der Forstwirtschaft geht immer mehr in Richtung Naturwälder. Bayern hat bereits große Waldflächen forstwirtschaftlich stillgelegt. Auf ihnen steht das Überleben der Bäume an erster Stelle. Generell wird künftig mehr Wald dem natürlichen Wachstum überlassen und nicht mehr forstwirtschaftlich genutzt werden. Das war vor einigen Jahren noch ganz anders.

Unsere Vision ist es, vorrangig eigene Flächen zu bepflanzen, so dass wir eine 100-%ige Sicherheit über den Fortbestand der Bäume gewährleisten können. Wir sind diesbezüglich bereits mit mehreren Grundstückseigentümern im Gespräch. Aktuell kooperieren wir über unseren hauseigenen Förster Jan Borchert mit dem HessenForst. Dieser gibt uns die Gelegenheit, Flächen zu bepflanzen, und wir wählen jene, die für einen klimastabilen Zukunftswald vorgesehen sind.

Nein, aber langfristig planen wir mit eigenen Grundstücken, die das erlauben würden.

In Deutschland sind Waldbrände sehr selten und wenn es brennt, dann fast nie auf größerer Fläche. Die letzten Jahre sind aber wärmer und trockener geworden, weswegen wir uns selbst die Frage „Was, wenn…?“ gestellt haben. Hierzu eine beruhigende Nachricht: In Hessen, wo wir derzeit pflanzen, ist die Trockenheit noch nicht so weit fortgeschritten wie beispielsweise in Brandenburg.

Hinzu kommt, dass in Deutschland die Berufsfeuerwehr durch viele kleine freiwillige Feuerwehren unterstützt wird. Damit ist sie weit besser aufgestellt als in vielen anderen Ländern. So können Waldbrände sogar an entlegenen Orten schnell gelöscht werden. Die Gefahr eines Brandes ist also real, glücklicherweise aber gering, und im Falle des Falles… schnell gebannt.

Biodiversität meint viele Arten in einem Ökosystem. Die deutschen Wälder sind je nach Standort und Gestaltung mal mehr mal weniger divers.

Auf der Hohen Wurzel im Taunus, wo wir bisher gepflanzt haben, wuchsen vorher ausschließlich Fichten. Der Boden war komplett beschattet und kaum bewachsen. Fichten im Reinbestand führen leider zusätzlich zu Bodenversauerung. Kurz gesagt: In diesem Wald gab es keine Biodiversität. Stürme und Borkenkäfer haben die Fichten vernichtet bzw. umgeblasen. So ist eine freie Fläche entstanden, die wir gestalten durften. Jan, unser Förster, hat sich für Erle als Hauptbaumart und Birke, Buche und Fichte als Mischwald entschieden. Somit wachsen nun unterschiedliche Laub- und Nadelbäume miteinander. Zusätzlich entstehen kleine Hecken. Perfekter Lebensraum für große, kleine und kleinste Lebewesen. Vom Hirsch bis zum Häschen und von großen bis kleinen Insekten wimmelt es nun auf der Fläche. Es ist so leicht etwas in der Natur zu bewegen, wenn man weiß, was optimal für den Standort ist.

Ziel einer CO2- Kompensation ist es, den Austoß von Treibhausgasemissionen auszugleichen. Dabei ist es für unsere Atmosphäre egal, wo CO2 abgegeben und absorbiert wird.   Eine gute Möglichkeit der Kompensation ist die Förderung von Klimaschutzprojekten. Das sind Maßnahmen, durch die der Ausstoß von klimarelevanten Gasen vermieden oder reduziert wird, z.B. der Bau von Windkraft- oder Methanvermeidungsanlagen.   Solche Klimaschutzprojekte kann man durch den Kauf von Zertifikaten fördern. Der Erlös aus dem Zertifikate-Handel kommt ihnen zugute und macht sie auch in Zukunft möglich. Auf diese Weise können Projekte überall auf der Welt unterstützt werden. Der Vorteil: Emissionen können dort ausgeglichen werden, wo sich Baumaßnahmen kostengünstig umsetzen lassen. So unterstützen wir zum Beispiel aktuell einen Windpark in Indien.

Um CO₂-Zertifikate zu kaufen, arbeiten wir mit einem so genannten Projektierer zusammen. Dies ist eine Firma, in unserem Falle South Pole aus London, die weltweit Projekte zur CO₂-Kompensation initiiert und betreut. Ein Projekt kann nur CO₂-Zertifikate zum Kauf freigeben, wenn folgende Punkte erfolgreich abgehakt werden können: ‍

1. Messbarkeit – Die Menge des eingesparten CO₂ bzw. des aus der Atmosphäre gebundenen CO₂ muss quantifizierbar sein.

2. Zusätzlichkeit – Das Projekt muss (zertifiziert von einer unabhängigen Stelle) nachweisen, dass es ohne das Geld des Zertifikatehandels nicht stattfinden würde.

3. Permanenz – Das Projekt muss gewähren, dass die Emissionen langfristig gemindert werden bzw. gemindert worden sind.

4. Verifizierbarkeit – Regelmäßige Prüfungen durch externe Firmen müssen möglich sein.

5. Nachweisbarkeit – Eine Nachvollziehbarkeit der Emissionsreduzierungen muss gewährt werden.

6. Einzigartigkeit – Die Zertifikate dürfen nur einmal verkauft werden. ‍

Die Prüfung dieser Punkte findet durch Zertifikationsstellen, wie zum Beispiel dem Gold Standard oder auch dem Verified Carbon Standard (VCS), statt. Wir fördern nur Projekte, die dieser Zertifizierung entsprechen, so dass du sicher sein kannst, dass CO₂ eingespart wird.

Ja und nein. Das Thema ist sehr komplex. Grundsätzlich ist es sinnvoll, dass wir alle anfangen, proaktiv etwas für den Klimaschutz zu tun. Eine Freundin von uns vom POTSDAM INSTITUTE FOR CLIMATE IMPACTRESEARCH sagte: „Es ist nicht wichtig, dass der/die Einzelne perfekt lebt. Wichtig ist, dass wir alle zusammen besser werden.“ Zusammenfassend kann man sagen: Es gibt nicht DIE EINE Lösung für die Bekämpfung des Klimawandels. ‍ Wer aber besser verstehen möchte, was die Vorgaben aus der Wissenschaft sind, um zum Beispiel die Erderwärmung auf 1.5°C zu begrenzen und/oder Tipping Points zu vermeiden, sollte wissen, dass jeder Mensch maximal 0,6 Tonnen CO₂ pro Jahr ausstoßen dürfte. Derzeit liegt der Durchschnitt bei über 11 Tonnen CO₂ pro Jahr in Deutschland.

Das hat mehrere Ursachen:

1. Manchmal sind die Rahmenbedingungen ideal: Dann wird zum Beispiel eine Solaranlage in einem besonders sonnigen Teil der Erde gebaut und betrieben. Zusätzlich sind dort auch noch der Zugang zu Land und die Fachkräfte günstig.

2. Mengenrabatt: Zum anderen spielt die Menge des gekauften CO2-Ausgleichs eine entschiedende Rolle. Je größer das eingekaufte Volumen, desto günstiger wird der Preis pro Tonne CO2.

3.  Ein weiterer Faktor ist das Alter der Zertifikate. Ein Klimaschutzprojekt läuft über mehrere Jahre und generiert jedes Jahr eine Reihe von Zertifikaten. Nicht alle werden auch im gleichen Jahr verkauft. Die übriggebliebenen Papiere bleiben am Markt und sinken im Preis. Trotzdem ist ein älterer Emissionsausgleich genauso relevant wie ein neuer.

Sehr gute Frage und ein klares Jein. Auch hier gelten die drei “R” – reduce, replace, return. Zuallererst solltest du versuchen, umweltschädliches Handeln zu reduzieren. Falls das nicht möglich ist, solltest du auf umweltfreundlichere Alternative umsteigen. Dies gilt auch für Firmen. Wenn dieser Prozess nicht eingehalten wird, spricht man von Greenwashing. Grundsätzlich gilt: Sofern jemand etwas unternimmt, um den Planeten zu schützen, ist es nicht schlecht. Jedoch kann und sollte der Kontext beachtet werden.

Ein Negativ-Beispiel für Greenwashing ist Shell. Mit einem für die Umwelt hochschädlichen Geschäftsmodell (Öl raffinieren und verkaufen) bietet Shell seinen Kund*innen die Möglichkeit, für den Sprit etwas mehr zu zahlen und dadurch den CO₂-Ausstoß beim Autofahren auszugleichen. Das Angebot ist gut gemeint, geht jedoch leider am Ziel vorbei. Shell müsste daran arbeiten, das Geschäftsmodell von der Verarbeitung fossiler Brennstoffe umzustellen, anstatt sich (auf Kosten der Konsument*innen) freizukaufen. Das wäre sinnvoll für die Zukunft.

Ablasshandel beschreibt das „Freikaufen“ von Sünden. Würde man die eigenen CO₂-Emissionen als Sünde sehen – was wir nicht tun – dann würde ein Ablassbrief, hier im Sinne eines CO₂-Zertifikats, die Sünde ausgleichen. Leider (oder zum Glück) ist es bei CO₂ nicht so einfach. Erstens geht es hier um wissenschaftliche Fakten und nicht um ein religiöses Konstrukt (um Geld zu verdienen). Zweitens ist die CO₂-Kompensation kein „Freibrief“ dafür, CO₂ in rauen Mengen verbrauchen zu dürfen.

Die Kompensation sollte immer der letzte Schritt in der eigenen Handlungskette sein. Auch wenn es vielleicht ein erster Anstoß ist.